EU baut Handelsbeziehungen zu Südkorea und Afrika aus
Die Europäische Union treibt den Ausbau ihrer internationalen Handelsbeziehungen weiter voran. Im Mittelpunkt steht dabei die Vertiefung der Zusammenarbeit mit Südkorea. Bei einem Treffen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident António Costa und dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung am 10. Juni wurde ein Abkommen über digitalen Handel unterzeichnet. Es ergänzt das bereits seit 2011 bestehende Freihandelsabkommen und soll den digitalen Austausch zwischen beiden Wirtschaftsräumen erleichtern.
Die Gespräche gehen jedoch weit über Handelsthemen hinaus. Auf der Agenda stehen auch geopolitische Fragen, wirtschaftliche Sicherheit, Verteidigung sowie die Vorbereitung des kommenden G7-Gipfels. Die EU und Südkorea sehen sich zunehmend ähnlichen Herausforderungen gegenüber – von unlauterem Wettbewerb über die politische Instrumentalisierung von Lieferketten bis hin zu den sicherheitspolitischen Risiken durch Russland und Nordkorea.
Gleichzeitig wollen Brüssel und Seoul ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter vertiefen. Geplant ist eine neue Partnerschaft für Wettbewerbsfähigkeit, die unter anderem durch einen hochrangigen Wirtschaftsdialog begleitet werden soll. Trotz dieser Annäherung bleiben einzelne Handelsthemen, etwa die Verhandlungen über europäische Stahlquoten, weiterhin umstritten.
Auch in anderen Weltregionen setzt die EU auf engere wirtschaftliche Beziehungen. So wird die Europäische Kommission voraussichtlich den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über ein modernisiertes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit den Komoren, Mauritius, den Seychellen, Madagaskar und Simbabwe bekannt geben. Während das bisherige Abkommen bereits einen weitgehenden zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt ermöglicht, soll die neue Vereinbarung insbesondere den Handel mit Dienstleistungen ausbauen und zusätzliche Investitionen in den beteiligten Ländern fördern.
Die Entwicklungen zeigen, dass die EU in Zeiten geopolitischer Spannungen und wachsender Handelskonflikte verstärkt auf den Ausbau strategischer Partnerschaften und die Diversifizierung ihrer Wirtschaftsbeziehungen setzt.


Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 594
marcus.schwenke@bga.de

Infrastrukturgesetz: wichtiger Impuls für Wettbewerbsfähigkeit im Handel
Davon profitieren insbesondere Logistik, Lieferketten und der internationale Handel.
mehr
Sommerfest des Handels
Die Bilder sind da
mehr
Aktuellen wirtschafts- und europapolitischen Herausforderungen beim BGA-Gremientag
Abends gutes netzwerken beim Sommerfest des Handels.
mehr
Rentenkommission legt umfassende Reformvorschläge vor
Wichtige und notwendige Reformansätze.
mehr
Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit enger verzahnen
Es braucht engere Zusammenarbeit der Akteure in der Praxis.
mehr
Europaausschuss diskutiert Wettbewerbsfähigkeit und neue EU-Regulierung
Unternehmen fordern mehr Bürokratieabbau.
mehr
Industrieproduktion stagniert - Auftragseingänge fallen
Weiter keine Impulse zu erkennen.
mehr
ForveG vergibt ihren Forschungspreis
Forschungspreis der ForveG für die Entwicklung eines KI-Tools für Rohstoffprognosen.
mehr
EU-Kommission startet Konsultation zu Leitlinien der CSDDD
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu den künftigen Leitlinien eröffnet.
mehr
Fortschritt bei der Rente, Beitragssenkung bleibt aus
Fortschritt bei der Rentenkommission trotz ausbleibender Beitragssenkung.
mehr
Strukturreformen als Schlüssel für Wohlstand und Sicherheit
Studie des Gemeinschaftsausschusses der gewerblichen Wirtschaft.
mehr
Arbeitskräftezuwanderung im Fahrermarkt
Interministerieller Austausch zwischen Politik und Wirtschaft.
mehr
DGB legt Steuerkonzept für die Steinzeit vor
Der Versuch eines gerechten Steuersystems scheitert.
mehr
BGA fordert rechtssichere Übergangsregelung bei der Greenwashing-Richtlinie
BGA fordert eine praxistaugliche Umsetzung der europäischen Empowering Consumers Directive (EmpCo-Richtlinie).
mehr
EU baut Handelsbeziehungen zu Südkorea und Afrika aus
Die EU setzt verstärkt auf den Ausbau strategischer Partnerschaften.
mehr
EU erwägt stärkere handelspolitische Schutzmaßnahmen gegenüber China
Abhängigkeit soll hiermit reduziert werden
mehr
WAA diskutiert über Wirtschaftsdiplomatie
BMLEH stellt Ernährungs- und Landwirtschafts-Referenten-Konzept des Ministeriums vor.
mehr
Fortschritte beim EU-US-Handelsabkommen
Aber neue Zolldrohungen sorgen für Unruhe.
mehr
Verbändeallianz ruft EP zur Zustimmung zum NGT-Kompromiss auf
Die Abgeordneten werden aufgefordert, dem Kompromiss ohne Änderungen zuzustimmen.
mehr
Die Sozialpartner müssen Verantwortung übernehmen
Die wirtschaftliche Lage des Landes ist zu ernst, um weiter ideologische Grabenkämpfe zu führen.
mehr