EUDR
Die EU-Entwaldungsverordnung wurde im Juni 2023 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und sollte ursprünglich ab Dezember 2024 angewendet werden. Aufgrund fehlender technischer Voraussetzungen und vieler offener Anwendungsfragen wurde der Anwendungsstart damals um zwölf Monate auf verschoben.
Ende September 2025 hatte EU-Umweltkommissarin Roswall dann angekündigt, dass die EU-Kommission erneut eine Verschiebung des Anwendungsstart um 12 Monate auf Dezember 2026 vorschlagen werde. Begründet wurde dies mit der Sorge, das IT-System, welches zur Umsetzung der EUDR entwickelt wurde, werde der zu erwartenden Datenflut nicht standhalten.
Entgegen dieser Ankündigung hat die EU-Kommission am 21. Oktober 2025 einen Vorschlag unterbreitet, der zwar Erleichterungen bei der Umsetzung der EUDR, gleichzeitig aber auch einen teilweisen Anwendungsstart noch im Jahr 2025 vorsieht. Als Reaktion darauf haben sich fünfzehn Verbände aus der Agrar- und Lebensmittelbranche an Bundeskanzler Merz und Bundesfinanzminister Klingbeil gewandt. Darin fordern die Verbände, zu denen auch der BGA gehört, eine Verschiebung des Anwendungsbeginns für alle Unternehmen um mindestens 12 Monate. Die gewonnene Zeit soll genutzt werden, um die EUDR systematisch mit dem Ziel zu überarbeiten, das Regelwerk grundlegend zu vereinfachen, auf die Ursachenbekämpfung von Entwaldung auszurichten, praktikabler zu gestalten und EU-weit einheitlich umzusetzen.
Inhaltsgleiche Schreiben sind auf nationaler Ebene an die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag, Jens Spahn und Matthias Miersch gegangen sowie an Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, an Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie sowie an Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Zudem wurden inhaltsgleiche Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie an EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall und EU-Landwirtschaftskommissar Christophe Hansen geschickt.


Sebastian Werren
Abteilungsleiter Agrar + Ernährungswirtschaft
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 561
sebastian.werren@bga.de

Engpässe im zweiten Halbjahr möglich
Umfrage des BGA zu den Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus
mehr
Mehr Elan bei Reformen!
BGA-Steuerausschuss tagte am 11. Mai
mehr
Entlastungsprämie gestoppt
Nicht nur Unternehmen, sondern auch die Länder wollen sie nicht.
mehr
Strategische Verzahnung von Außenwirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit
BGA und IPD beim Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Bundestag
mehr
BGA-Umfrage: Hormus-Krise lässt Preise steigen
Liquidität der Unternehmen sinkt, Engpässe möglich
mehr
EU-Mercosur-Abkommen: Vorläufige Anwendung ab 1. Mai 2026
Jetzt zählt die Umsetzung!
mehrBundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Das Bundeskabinett hat am 29. April 2026 den Entwurf eines Gesetzes zur GKV-Beitragssatzstabilisierung beschlossen.
mehr
Vom Marathon der Holzwürmer
BGA-Agrarausschuss tagt in Berlin
mehr
Aktuelle Herausforderungen in der Logistik
BGA-Verkehrsausschuss am 16. April 2026
mehr
CBAM-Ausweitung:
BGA fordert Verschiebung
mehr
Einladung zur diesjährigen Asien-Pazifik-Konferenz (APK) der Deutschen Wirtschaft
Seoul, Südkorea, 29. - 31.10.2026
mehr
DAHD-Seminar Kartellrechtliche Compliance
In Kooperation mit DAHD
mehr
Kleinster gemeinsamer Nenner ist zu wenig
Ergebnisse des Koalitionsausschusses sind enttäuschend
mehr
Tarifrunde im Groß- und Außenhandel startet
Verhandlungsauftakt im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld
mehr
BGA in Brüssel:
Großhandel zwischen Regulierung und Realität
mehr
Humanitäre Krise im Sudan
Verantwortung übernehmen – jetzt handeln
mehr
Forschungspreis der ForveG geht in die zweite Runde
Öffentliche Verleihung in Stuttgart
mehr
Drastische Abkühlung der Konjunktur in Deutschland
BMWK korrigiert positive Tendenzen vom Janhresanfang
mehr
e-ID in der Praxis:
Webinar für Unternehmen mit Fuhrpark
mehr
Industrieproduktion entwickelt weiter schwach
Zahlen von vor der Golfkrise sind besorgniserregend
mehr