Habeck wirbt in Brasilien für Abschluss des Mercosur-Abkommens
Moderne Ansätze für Energie, Klima und Digitalisierung standen im Mittelpunkt der Wirtschaftstage am 13. Und 14. März, die von Brazilian National Confederation of Industry (CNI) -Präsident Robson Braga de Andrade und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gemeinsam mit BDI-Präsident Siegfried Russwurm eröffnet wurden. Im Zentrum der Gespräche in Belo Horizonte stand aber auch der Handel und insbesondere das immer noch nicht unterschriebene Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten. Mit dem Abkommen ließen sich 85 Prozent der Zölle für die europäischen Exporte in die Region und damit jährlich mehrere Milliarden Euro Abgaben für Unternehmen vermeiden. Dadurch würde ein Markt von über 717 Millionen Menschen entstehen, der mit neun Prozent der Weltbevölkerung fast 20 Prozent der Weltwirtschaft und 31 Prozent der weltweiten Warenexporte abdecken würde.
Vor kurzem erst hatten sich die Chefunterhändler beider Seiten in Buenos Aires darauf geeinigt, bis Ende Juli einen unterschriftsreichen Vertrag vorzulegen. Nachverhandlungen sind notwendig geworden, da Brüssel auf Druck einiger Mitgliedsstaaten, u.a. Deutschlands, noch zusätzliche Umweltauflagen aushandeln will. Die südamerikanischen Mitgliedsländer im Gegenzug wollen ihre Industrie schützen und Staatsaufträge nur national vergeben. Sollte der ambitionierte Plan aufgehen, könnte das Abkommen während der spanischen Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte unterschrieben werden. Fraglich ist dann jedoch, ob das Abkommen überhaupt jemals ratifiziert wird. Bereits jetzt bringen sich eine Handvoll EU-Staaten in Stellung dagegen, darunter Frankreich, Italien und Österreich.
Das aktuelle Positionspapier des BGA zu dem Mercosur-Abkommen finden Sie hier:
https://bga.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Positionspapiere/Positionspapiere_Internationales/BGA-Position_EU-MERCOSUR-Abkommen_fin.pdf


Marcus Schwenke
Abteilungsleiter Außenhandelspolitik + Importförderung + Entwicklungszusammenarbeit + Projekte
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 594
marcus.schwenke@bga.de

Entlastungspaket: Der große Hebel fehlt
Für den Groß- und Außenhandel bleibt das Paket deutlich hinter den Erwartungen zurück.
mehr
Europa braucht offene Märkte
Handelspolitische Schutzinstrumente sind nicht die Lösung.
mehr
Digitaler Handel braucht Verlässlichkeit
Transatlantischer Datenschutzrahmen gerät erneut unter Druck.
mehr
Marktüberwachung effizienter gestalten
Staatsmodernisierung konkret.
mehr
Grünes Licht für Neue Genomische Techniken
Europäisches Parlament ebnet den Weg für die Verordnung.
mehr
Reformpaket bringt erste Fortschritte
Zentrale Entlastungen für den Mittelstand fehlen.
mehr
Schiedsgerichtsbarkeit und bevorstehende Insolvenzrechtsnovelle
BGA-Rechtsausschuss tagt in Berlin.
mehr
KI und Cyber Security
Neue Herausforderungen für Unternehmen.
mehr
Endlich Fortschritt, Entlastungen fehlen
Der Mittelstand braucht umgehend Reformen
mehr
Sommerfest des Handels
Die Bilder sind da
mehr
Aktuellen wirtschafts- und europapolitischen Herausforderungen beim BGA-Gremientag
Abends gutes netzwerken beim Sommerfest des Handels.
mehr
Rentenkommission legt umfassende Reformvorschläge vor
Wichtige und notwendige Reformansätze.
mehr
Außenwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit enger verzahnen
Es braucht engere Zusammenarbeit der Akteure in der Praxis.
mehr
Europaausschuss diskutiert Wettbewerbsfähigkeit und neue EU-Regulierung
Unternehmen fordern mehr Bürokratieabbau.
mehr
Industrieproduktion stagniert - Auftragseingänge fallen
Weiter keine Impulse zu erkennen.
mehr
ForveG vergibt ihren Forschungspreis
Forschungspreis der ForveG für die Entwicklung eines KI-Tools für Rohstoffprognosen.
mehr
EU-Kommission startet Konsultation zu Leitlinien der CSDDD
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zu den künftigen Leitlinien eröffnet.
mehr
Fortschritt bei der Rente, Beitragssenkung bleibt aus
Fortschritt bei der Rentenkommission trotz ausbleibender Beitragssenkung.
mehr
Strukturreformen als Schlüssel für Wohlstand und Sicherheit
Studie des Gemeinschaftsausschusses der gewerblichen Wirtschaft.
mehr
Arbeitskräftezuwanderung im Fahrermarkt
Interministerieller Austausch zwischen Politik und Wirtschaft.
mehr