Frontalangriff auf den Welthandel
"Das ist ein Frontalangriff auf den Welthandel. Mit drastischen Zollanhebungen für mehr als 100 Handelspartner stürzt der amerikanische Präsident mit einem amerikanischen Brexit die Welt in einen offenen Handelskrieg Ich gehe davon aus, dass der Konflikt unser Wirtschaftswachstum erhebllich beeinträchtigen wird. Je länger es dauert, desto schmerzhafter wird es für alle, auch die USA, kommentiert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die Zoll-Erlasse.
"Die EU muss mit deutlichen Gegenmaßnahmen reagieren. Das funktioniert nur gemeinsam. Unser Ziel muss es sein, diesen Handelskrieg schnell zu beenden, aber wir müssen auch zeigen: Europa ist nicht erpressbar", so Jandura weiter.
"Wir sollten uns auch mit den anderen betroffenen Staaten koordinieren. Neue Freihandelsabkommen fördern die Unabhängigkeit von den USA. Deutschland und die EU müssen hier jetzt schnell in Verhandlungen kommen und bereits anverhandelte Abkommen abschließen."
Und abschließend: "Dies ist aber auch ein Weckruf an uns: Wir müssen selbst wettbewerbsfähiger werden. Die nächste Bundesregierung muss die Unternehmen bei Steuern, Abgaben, Energie und vor allem Bürokratie entlasten. Wenn wir im Konflikt bestehen wollen, müssen wir mit Wirtschaftswachstum zu alter Stärke zurückfinden."


Iris von Rottenburg
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