Projektreise in die Eastern und Volta Region Ghanas - Partnerbesuche, Ergebnisse & Workshops.
Ghana profitiert von seinem tropischen Klima, das optimale Voraussetzungen für den ganzjährigen Anbau einer Vielzahl von Obst- und Gemüsesorten schafft. Zu den einflussreichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zählen Ananas, Süßkartoffeln und Mangos. Neben dem Export frischer Produkte gewinnt auch die lokale Verarbeitung dieser und weiterer Erzeugnisse, wie Maniok, Yam oder Erdmandeln zunehmend an Bedeutung für die europäische Lebensmittelindustrie.
Im Rahmen einer einwöchigen Reise nach Ghana wurden wichtige Fortschritte in mehreren zentralen Arbeitspaketen erzielt. Im Fokus standen unter anderem neben der Installation und Inbetriebnahme eines Bewässerungssystems, insbesondere Erkenntnisse zur Reduktion von CO2-Emissionen, der Schutz neuer Geschäftsmodelle und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen.
Die Reise umfasste den Besuch von zahlreichen Farmen und Verarbeitungsbetrieben, bei denen innovative Ansätze und Technologien zur Verbesserung der Produktivität und Nachhaltigkeit im Vordergrund standen. Dazu zählten die Optimierung von Packhausprozessen und die Implementierung nachhaltiger Energielösungen wie Solarenergie auf einer der Partnerfarmen. Auch die Herstellung von mehreren Biokohlesorten aus verschiedenen landwirtschaftlichen Abfällen für individuelle und nachhaltige Biodüngermischungen war ein zentrales Thema. Neben den landwirtschaftlichen Aspekten wurde auch über soziale Projekte beraten, wie den Bau eines Farmkindergartens, der die lokalen Arbeiterinnen während ihrer Arbeitszeit von der Kinderbetreuung entlastet.
Ein wesentlicher Teil des Aufenthalts waren intensive Workshops und Meetings, die den Austausch zwischen Agrarproduzenten, Weiterverarbeitern, der Pflanzenschutzabteilung des ghanaischen Landwirtschaftsministeriums und externen Beratern förderten. So wurden an der Accra Technical University digitale Lösungen vorgestellt, die speziell für die lokalen Anforderungen der Partnerverbände von Studierenden entwickelt wurden. Dabei wurden im partnerschaftlichen Verbund der BGA- und AFOS-Projekte die Rolle von digitalisierten Geschäftsprozessen und zentralen Einkaufsmodellen für eine nachhaltige Wertschöpfungskette thematisiert.
Der Besuch unterstrich das enorme Potenzial von innovativen Geschäftsmodellen sowie die starke Motivation der lokalen Partner. Die lokale Expertise ist beeindruckend, jedoch gibt es weiterhin Bedarf an methodischer und strategischer Unterstützung sowie an Anschubinvestitionen, um größere Projekte wie die Weiterentwicklung der Biokohleproduktion mit anderen Rohmassen und einen möglichen Kindergartenbau zu realisieren.
Im weiteren Verlauf des Projekts werden diese Themen gezielt vorangetrieben, um die operativen Abläufe sowie den Erwerb damit verbundener Zertifikate (Global GAP, HACCP, ISO 22001) für einen gesteigerten Export von Ananas, Süßkartoffeln und anderen Produkten zu fördern und gleichzeitig soziale sowie ökologische Standards (GRASP, Carbon-Credits) in Ghana zu verbessern.
Fragen und Anregungen zu diesem und weiteren BGA-Projekten können an Herrn Pawel Pekarev (pawel.pekarev@bga.de) gerichtet werden.


Pawel Pekarev
Referent Projekte
Am Weidendamm 1 a, 10117 Berlin
030 59 00 99 590
pawel.pekarev@bga.de

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